Destiny Screenshot

Bungie zweifelt Review-System für Onlinespiele an

Die Tests bei Release des MMOs Destiny waren zu einem großen Teil nicht berauschend, weswegen Entwickler Bungie nun generell das Review-System für derartige Spiele anzweifelt.

Die durchschnittliche Wertung von Destiny liegt bei aktuell Mitte 70%. Das ist natürlich deutlich weniger, als Publisher und Entwickler und auch die Fans erwartet haben. Allerdings hört man immer häufiger von Spielern und auch Testern, dass das Spiel eigentlich ganz gut sei und mit der Zeit auch immer besser werden würde. Bungie selbst erklärte, dass man eine Wertung eigentlich erst einige Wochen nach Release des Spiels hätte bringen sollen, da sie genau diesen Effekt vorausgesagt hatten.

Nun meldete sich Bungies COO Pete Parsons zu Wort und erklärt, dass der Start von Destiny nur die Startlinie für das Spiel gewesen sei. Es wäre sehr schwer, sich neun bis elf Stunden hinzusetzen, zu spielen und dann ein Review zu schreiben. Denn zum einen gingen die Server erst am Starttag live, was ein Review am selben Tag eigentlich unmöglich machte und außerdem würde das Spiel stetig weiterentwickelt werden. Parsons zweifelt an, dass das Review-System, wie man es aktuell kennt, für Onlinespiele noch umsetzbar ist. Auch andere Onlinespiele hätten mit diesem Problem zu kämpfen. Wie würde man ein Onlinespiel am Releasetag bewerten können, wenn man eigentlich kaum Zeit hatte, das PvP zu testen oder am Endgame teilzunehmen? Parsons sieht für die Zukunft ein großes Problem in Sachen Review für Onlinespiele. Denn Tester würden sich einer nahezu unlösbaren Herausforderung gegenüber sehen.

Wie könnte man dieses Problem nun lösen? Ein Ansatz wäre, Tester viel früher mit einzubinden. Sie schon deutlich vor dem Launch mitspielen zu lassen, sodass sie über längere Sicht das Spiel erleben und zusätzlich Feedback an die Entwickler geben könnten. Doch ob es dazu kommt, ist momentan ungewiss.

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